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Pan Am.

3. Oktober 2011

In der Drama-Serie „Pan Am“ geht es um eine Gruppe von Flugbegleiterinnen und ihr Umfeld in den 1960er Jahren bestellt. Zu der Zeit wurde das Reisen mit Jets Salonfähig. Die Serie entführt die Zuschauer an Bord eines Jumbo Jets und in den 1960er Jahren – als das Jet-Set-Zeitalter begann und der Klaps auf den Hintern einer Stewardess nichts Anstößiges war. via

Als ich den Trailer zu Pan Am sah, war ich aufgeregt und allgemein sehr begeistert. Aw! Die 60er und Flugzeuge und Föhnfrisuren und diese blauen Kostüme! Und so. Ich habe mich sehr auf die erste Episode gefreut, ich habe mit einem Highlight gerechnet. Ich glaube, das ging vielen so. Und nun habe ich sie gesehen und muss sagen: Hmpf. Also irgendwie habe ich mir das cooler vorgstellt. Stilsicherer. Leiser. Kräftiger. Nicht so… kitschig. Denn das ist Pan Am an allererster Stelle. Sagenhaft kitschig. Vielleicht waren das die 60er auch, aber ich trage in mir das Bild Don Drapers, Mad Men im Allgemeinen – und dagegen stinkt Pan Am eben wirklich ab. (Wer Mad Men nicht gesehen hat kommt vielleicht auch umhin, es nicht miteinander zu vergleichen… Ich muss das tun.)
Der Pilot beginnt mit einem organge-pinkfarbenen Sonnenaufgang. Ich meine… ernsthaft jetzt? Nicht, dass in mir nicht auch das Mädchen lebt, dass kichernd „I believe in pink!“ sagen kann, aber ich konnte mich trotzdem nicht wirklich in der Aufmachung der Serie zurechtfinden. Es sah alles so schrecklich nach Plastik aus. So unecht. Irgendetwas in mir sträubte sich sehr dagegen. Ich wollte die Kleidung genießen, Hüte, fabelhafte Mäntel, Kleider, Pumps, Handschuhe, ich wollte das wirklich unglaublich gerne sehen, aber wirklich umgehauen hat es mich nicht.
Aber natürlich konnte ich auch das irgendwie überwinden und mich auf positive Aspekte konzentrieren, die es ja auf jeden Fall gibt. Zum Beispiel Christina Ricci. Ich verehre diese Frau zutiefst und sie ist definitiv ein Grund, diese Serie zu sehen. Ihre Rolle scheint interessant zu sein und sie ist einfach eine tolle Schauspielerin. (Und so wahnsinnig hübsch. Aber das sind eh fast alle.) Wer mich auf dieser Ebene allerdings fast noch mehr überzeugt hat, ist Karine Vanasse. Sie spielt Colette und die muss man einfach lieben. Wer das nicht tut ist mir mehr als suspekt. Von der ersten Sekunde an schließt man sie ins Herz und um ihre Geschichte weiterzuverfolgen würde ich fast mit dem Gedanken spielen, mir die zweite Folge anzusehen. Colette ist super.
Nicht so super fand ich hingehen den… Humor der Serie. Falls man das so nenne kann. Denn eigentlich existiert er gar nicht, was ja für eine Drama Serie auch absolut legitim ist – wenn man dann aber plötzlich mit irritierend Slapstick-artigen Witzchen um die Ecke kommt, ist ziemlich viel Ernsthaftigkeit flöten gegangen. Insofern die noch vorhanden war, nach der klischeehaften Storyline, die die zwei Schwestern Kate und Laura verbindet. (Da möchte ich gar nicht unbedingt mehr sagen… Auch wenn das tragendes Element der Serie ist.)
Natürlich sind nicht alle Storylines so fragwürdig. Colettes ist, wie gesagt, ziemlich cool, wenn man Kates Story ohne Laura betrachtet, kann das auf jeden Fall sehr spannend werden, dasselbe ist es mit ihrer Schwester, getrennt von einander sind sie vielleicht gar nicht so schlimm, auch die Sache zwischen Dean und Bridget scheint Potenzial zu haben… Aber es ist eben nichts dabei, dass einen wirklich umhaut. Und das habe ich von der Geschichte oder den Charakteren nicht mal erwartet, ich hatte mich eben sehr auf den Look der Serie gefreut – und da wurde ich ziemlich enttäuscht. Es entspricht einfach nicht meinen Vorstellungen.
Man kann Pan Am sicher ganz toll finden, das bezweifle ich gar nicht, aber mir ging es nicht so und das finde ich eigentlich schade, weil ich mir recht sicher war, dass ich es weiterschauen würde. Aber ich glaube, da verwende ich meine Zeit lieber auf Serien, die mich überzeugen. Und zwar vom ersten Moment an.

flugunfaehig

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