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Blow.

31. Oktober 2010

Inhalt: Der Film erzähl die authentische Lebensgeschichte des Dealers George Jung, der in den 60er Jahren aus der amerikanischen Provinz nach Kalifornien zog und mit Marihuana aus Mexiko ein florierendes Geschäft aufzog. Viele Jahre und ein Gefängnisaufenthalt später machte er als erster Amerikaner gemeinsam mit Pablo Escobar Geschäfte und schleuste riesige Mengen Kokain in die USA ein.

Ich vergöttere Johnny Depp nahezu… fanatisch. So ein schöner, talentierter, großartiger Mann in so einer Rolle, das konnte einfach nur gut werden. Zumal Frau Cruz sich dazugesellte. Ich kann zudem einfach jedem Jahrzent – bsi auf dem meinen – so viel abgewinnen, so auch den 60ern und 70ern und das war einfach so ein Genuss! Viel beige, viel hellblau und korallrot, blondierte Haare, Föhnpony, weiße Turnschuhe, lange Fingernägel. Ich liebe das so sehr… Und zu diesem so grellen Aussehen, kam diese erdrückende, so nüchtern erzählte Geschichte. Drogen. Und ich meine, dieses plakative „yeah, ich kokse, guck‘ mal, da läuft mir Blut aus der Nase, bin ich vielleicht abgefuckt“-Getue hatten wir in Filmen zur Genüge. Das Koks nicht gut für die Gesundheit ist und böse, böse Folgen hat, das hätte mir dieser Film nicht zum hundertstenmal erzählen brauche… Es war in „Blow“ aber so hintergründig gestaltet, das Koks-Geschäft. Es hatte fast Klasse. Es war so hübsch anzusehen. Es ging nämlich nicht darum, wie unheimlich viel Party er macht, wieviele Frauen er hat und wie schlimm er aussieht, es ging einfach nur darum, wie das Leben manchmal spielt. Unfair, böse, dreckig, schnell. Ja, er hat gekokst, aber das war eher ein Nebeneffekt seines Jobs. Er hat Drogen verkauft, das war sein verdammter Job, das konnte er eben. Die Figuren um ihn herum, die haben gewirkt, als lebten sie dieses Leben wirklich – was dann auch gut gewirkt hat, was witzig war und dem Film in Fahrt gebracht hat – und er stand immer so unheimlich in der Mitte, ganz ruhig, dunkelweiß schimmernd, so habe ich das wahrgenommen. Und genau das macht den Film aus: Es ist kein Film über das Koks-Geschäft, denn so richtig viel gibt’s da auch nicht zu erzählen, es geht um ein Leben, dass zerbricht, um die Geschwindigkeit, um Versagen, um Liebe. Das zieht einen in den Bann. Es ist jeden Falls ein Film, der sich lohnt, weil er aufregend gemacht ist, an dir vorbeirauscht, dass dir schwindelig wird und so unfassbar gut besetzt ist, das man weinen will vor Glück. Man weint auch. Am Ende. Weil es trotz allem nicht gut ausgehen kann, 30 Jahre lang im Drogengeschäft zu sein, weil Macht irgendwann ein Ende haben muss.

flugunfaehig

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One Comment leave one →
  1. 6. November 2010 6:55 pm

    Unglaublicher Film. Und wundervoller Johnny Depp.

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