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Spürst du den Grund zu leben?

15. November 2010

Es gibt wenige Dinge, die so beruhigend sind wie Busfahren im Regen. Wenn es dunkel ist und goldene Tropfen von den Laternen auf den Gehweg fallen. Man selbst, ein paar Menschen, unsere klatschnassen Mäntel und Haare und Musik aus dem Radio, vorne, beim Fahrer. Jemand telefoniert und beschwert sich über das elende Sauwetter. Langsam werden die Tropfen auf deinen Haare warm, irgendwie ein bisschen wie Tränen fühlen sie sich jetzt an, wenn sie hinten in den Pullover laufen. Man schaudert und draußen auf der Straße stehen zwei Kinder im Regen, halten sich an den Händen. Im Bus selbst ist es ganz hell, man guckt immer in irgendeine furchtbar grelle Lampe, egal, wo man sitzt. Irgendwie ist Busfahren bei Regen eines der wenige Dinge, die ich einfach so, kompromiss- und grundlos liebe. Ein halbgeflüstertes „Ich muss hier raus“ zu dem alten Mann am Steuer. Und dann sieht keiner mehr die Tränen, draußen. Niemand hört dein Lachen. Niemand muss verstehen, was da passiert, mit dem Mädchen, an die Hauswand gepresst.

Hörst du den sauren Regen?
Siehst du das Wasser kommen?
Spürst du den Grund zu leben?
Hast alles mitgenommen?
Fließt die Angst durch die Adern?
Oder doch nur wieder Strom?
Wie wurdest du dafür belohnt?

flugunfaehig, die total süchtig nach Herrenmagazin ist. Und Regen. Und Texten mit Tränen-Content.

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