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8 Antworten.

29. November 2010

Die herzallerliebste (dieses ewige Adjektive-Suchen, langsam gehen mir die Ideen aus) Semi Suicidal hat mir ein Stöckchen zugeworfen. (Also bei Blogger hieß das „Tag“, aber gut… hier wird halt nicht mehr getagged.) Ich werde mich nun an ihren Fragen versuchen.

1. wie nah bist du dran an dem, was (und wie) du als kind werden wolltest?
Ich bin keine Ballerina. Sängerin auch nicht. (Zum Glück!) Mehr Berufswünsche hatte ich eigentlich nicht so richtig. Psycholgin hielt sich jahrelang und auch heute finde ich das unheimlich spannend, werde dieses Ziel aber vermutlich nie erreichen. (Noten, Noten, Noten…) Aber ich bin wenigstens ein bisschen so, wie ich sein wollte. Eine gute Freundin. Habe ein (ungesund) ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewusstsein. (Das ist nicht das richtige Wort… Gerechtigkeitsbewusstsein… Ich suche später weiter.) Ich bin wenigstens ein klein wenig stilvoller als der Rest meiner Umwelt, speziell auf die modischen Gepflogenheiten in meiner Familie bezogen, die leider nicht existent sind und die ich mir mühsam selbst beibrachte. Ich lese viel, ich schaue viele Filme, ich höre viel Musik – ich wollte immer viel wissen, zu allem gerade so viel, dass man mich für klug halten könnte – hat geklappt. Ich hatte keine so großen Erwartungen an mich und habe mich deswegen so oft selbst enttäuscht. Ich bin nur oberflächlich so, wie ich sein wollte.

2. welches lied/welche band hörst du z.zt. am häufigsten? warum?
Uhm. Ähm. OMG. The Smiths, denke ich. Doch, die laufen bei mir gerade rauf und runter. Grund dafür ist „Der Fliegenfänger“ von Willy Russell, das lese ich gerade und… dieser Junge hat ja so recht: Morrissey ist ein verdammter Gott.

3. was war der beste moment der letzten woche?

Die zuckersüße Geburtstagskarte von L. – sie ist so toll.

4. was denkst du über die momentane, allgemeine angst vor terrorangriffen? hast du selbst angst?

Ich neige dazu, alles als Modeerscheinung oder als eh schon immer dagewesen abzuhandeln, aber hier… ja, ich habe Angst. Ich kann nicht sagen, Terror ist bald wieder out oder er hat immer schon eine Rolle gespielt, so ist das nicht, die Angst ist neu. Es ist aber nicht dei Angst vor den scheiß Kanacken die unsere Flughäfen in die Luft jagen, sondern vor dieser Grenzenlosigkeit. Wo soll das hinfüren? Und das klingt verbohrt, irgendwie hinterwädlersich, denn Veränderung ist so wichtig, Grenzen zu überschreiten ist so wichtig, aber wann sind unsere Mittel den Gedanken der Menschen nicht mehr gewachsen? Wann müssen wir Angst haben, dass der Wahnsinn zum Alltag wird? Ich denke nicht, dass jeder einzelne bedroht ist, ich denke einfach, dass hier etwas auf uns zukommt, dem wir nie gewachsen waren und nie gewachsen werden sein. Vielleicht nicht heute, nicht morgen, nicht in 5 Jahren, oder 10, aber ich fühle die… Freiheit bedroht, die Unbedachtheit, die das Leben manchmal so schön macht, wisst ihr, was ich meine? Ich denke nicht, dass ich von einer Bombe zerfetzt werde, wenn ich in den Bus steige, ich habe Angst davor, dass die Angst irgendwann notwendig wird, um sich zu schützen.

5. welches buch liest du gerade? warum würdest du es (nicht) weiterempfehlen?

Wie gesagt, „Der Fliegenfänger“ von Willy Russell und bis jetzt würde ich es jedem weiterempfehlen. Ich denke, ich werde noch mehr dazu schreiben.

6. cds oder mp3s?
CD’s für zuhause. Wer zuhause die Möglichkeit hat, CD’s zu hören, sollte diese wahrnehmen, es ist besser. Obwohl ich ohne meine iTunes-Mediathek auf dem PC auch dumm dastünde, aber wenn ich die CD habe, dann lege ich sie rein. Sonst sind mp3’s sehr praktisch.

7. kannst du etwas, was kein anderer/kaum jemand kann? wenn ja, was?
Nein.

8. wie stehst du zu weihnachten?
Weihnachten an sich mag ich nicht, mein Vater muss arbeiten und das jedes Jahr und es endet immer in bedrückter, vorwurfsvoller Langeweile. Aber die Weihnachtszeit mag ich, eigentlich bezieht sich das mehr auf den Winter. Es ist so ruhig und dunkel und kalt und dennoch so heimelig und… ach. Es ist einfach dieser Zauber, kein weihnachtlicher, denn um diesen zu erfassen müsste ich glauben und das tue ich nicht, aber die Stimmung auf den Straßen, die ergreift mich schon sehr. Selbst gehezte Städte wirken einheitlicher. Alles ist so… in sich gekehrt und still. Und das liebe ich. Nicht (nur) im depressiven Sinne, klar ist zuhause rumsitzen und heulen dann noch dramatischer, aber auch mit einem Lächeln rausgehen fällt mir so leichter. Niemand erwartet von dir, dass du lächelst, das beruhigt mich so am Winter, seine… Zeit, ja, zu Weihnachten nimmt man sich Zeit zum Nachdenken und Fühlen und so. (Religiös und kommerziell betrachtet kann ich nur sagen: Ich bin zum letzten Mal in einer Kirche gewesen, da war ich 4 und habe auch nicht zu Weihnachten vor, das zu ändern. Und, doch, ich stelle mir jedes Jahr auf’s Neue die Frage, warum ich mit dem, was ich habe, nicht zufrieden bin und doch, jedes Jahr bringt die Weihnachtszeit eine kurze Zufriedenheit über meinen Güterstand.)

Ich soll das Stöckchen weitergeben, nur leider kenne ich ganz wenige WordPress-Blogs, also hätte ich die bitte, dass man mir ein paar Vorschläge, Tipps hier drunter lässt und ich hole meinen Stöckchenwurf und meine 8 Fragen nach. Das wäre superlieb!

flugunfaehig

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7 Kommentare leave one →
  1. 29. November 2010 6:04 pm

    ich nehm mir das mal 🙂

  2. 29. November 2010 6:08 pm

    aha! so geht das! ähm, ja auch gerne so 🙂
    (dumm bin eher ich, ich las nicht richtig)
    also gerne, gerne, gerne.

  3. 29. November 2010 6:11 pm

    perfekt.

  4. 29. November 2010 8:02 pm

    Ich nehme mich dessen auch einfach mal an. 🙂

  5. semisuicidal permalink
    30. November 2010 4:29 pm

    hach, toll, dass du mitgemacht hast, danke dir! 🙂

    war schön, deine antworten zu lesen. bei antwort 8 hab ich mich selbst sehr wiedergefunden, ich sehs ganz ähnlich wie du. bei frage 7 bin ich allerdings ganz anderer meinung, aber das wundert dich sicher nicht ;).
    (und den fliegenfänger.. ich hatte ja in deinem exemplar schon rumgeblättert, nun noch das, was du darüber schreibst.. ich fahr morgen in die stadt und kauf ihn mir nochmal, grade beschlossen. ich MUSS ihn nochmal lesen.)

    und zwei kandidaten, an die du das stöckchen weitergeben kannst, hast du ja auch schon gleich – und ich damit (bald) neuen lesestoff – sehr schön! 😉

  6. gedankenspielerin permalink
    30. November 2010 7:56 pm

    Ich würd auch gern das Stöckchen nehmen 😉

Trackbacks

  1. ein spiel! ein spiel! | life in borderland

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