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Go into that place between life and death.

20. Januar 2011

via

Nichts müssen und nichts wollen. Nichts fühlen. Kein Schmerz, der so furchtbar ist, dass er dich zerfetzt, innerlich und äußerlich. Kein Glück, das einfach geht. Kein Hass, der alles nimmt, was jemals gut war. Heilig. Nicht zu sein bedeutet, nicht ertragen zu müssen. All das loslassen zu können. Am Leben festhalten ist manchmal, als umklammere man die Schnur eines Drachen, der sich in einem Strommasten verheddert hat. Der Strom zieht jeden Muskel zusammen, du kannst dich nicht lösen, egal, wie sehr du willst, weil du starr vor Schmerz bist, weil das in dir und das, was du nicht kontrollieren kannst, stärker ist als du selbst. Manchmal will man den Drachen nicht steigen lassen, irgendetwas tun. Man will nur gehen. Aber ich will wiederkommen. Ich will die Liebe spüren und wie es ist, zu finden, was man immer gesucht hat. Nur gerade, nur manchmal, nicht. Manchmal bin ich nicht stark genug. Manchmal möchte ich verschwinden. In diesem kleinen, weichen Ort zwischen Leben und Tod.

Down by the river by the boats
Where everybody goes to be alone
Where you wont see any rising sun
Down to the river we will run

[…]

When that old river runs pass your eyes
To wash off the dirt on the riverside
Go to the water so very near
The river will be your eyes and ears

I walk to the borders on my own
To fall in the water just like a stone
Chilled to the marrow in them bones
Why do I go here all alone

[…]

flugunfaehig

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4 Kommentare leave one →
  1. 20. Januar 2011 4:58 pm

    ZU schön!
    Eine weitere gläserne Stimme, die sich neben Zero 7, Trespassers Williams und Sophie Hunger zu meinen liebsten Ohrenträumen zählen darf.

    Hab vielen Dank!

  2. 21. Januar 2011 5:36 pm

    Musste gerade ein bisschen an die letzte Staffel Lost denken. Werde aber selbstverständlich nichts spoilern. Du wirst das verstehen, wenn du sie gesehen hast.

    Schöner Text. Und schöne Inspiration.

  3. Namenslos permalink
    21. Mai 2011 10:30 pm

    Da du das Wort „Heilig“ erwähnt hast: Nichts ist heilig. Was ist schon heilig? Heilig… ich mag diesen Begriff nicht. Wir ernennen Dinge und Menschen als heilig. Später stellen wir fest, dass sie diese Krönung nicht verdient haben und entheiligen sie.

    • 22. Mai 2011 8:06 am

      Ich denke, dass „heilig“ keinen religiösen Hintergrund haben muss, obwohl es durchaus um eine gewisse Spiritualität geht. Aber ich verstehe und fühle das frei von Gott, ich bin Atheistin, dennoch erlaube ich es mir, ein großes Glück, das „nicht von dieser Welt“ ist, zu fühlen und nach ihm zu suchen. Zum Beispiel durch Kunst, Musik vor allem. Und in diesem Text ging es natürlich auch darum, dass diese heiligen Dinger sich als schwach, unheilig herausstellen und dass das wehtut – aber soll ich ihnen deswegen absprechen, dass sie für einen Moment, oder länger, unglaublich gut waren? Nein. Klar, im Nachhinein tut es einfach nur weh und man kommt sich dumm vor, aber mit etwas Abstand denke ich auch, es geht im Leben vielleicht daraum, etwas… unzerstörbar Heiliges zu finden.

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