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If you don’t know how to fix it, stop breaking it.

4. März 2011



Ich danke Mirka dafür, dass ich das finden durfte. Weil sie genau das sagt, was ich so oft versuche zu sagen. Weil das vor 19 Jahren war und immernoch gilt. Immernoch wichtig ist. Vielleicht wichtiger. Weil wir endlich damit aufhören müssen, etwas zu wollen und nichts zu tun. Weil wir nicht weiter die Verantwortung abgeben können. Wir haben Fehler gemacht und wir müssen dazu stehen und endlich mal den Mut aufbringen, etwas zu ändern.

Und es geht uns alle was an. Alle. Jedes Mal, wenn wir uns ein paar neue Leder-Slipper kaufen, Kaffe, von dem wir nicht wissen, woher er kommt, wenn wir das Licht anlassen, wenn dir aus dem Haus gehen, wenn wir für 2 Frühlingsrollen den Backofen anmachen, wenn wir den DVD-Player immer auf Standby haben, wenn wir Socken für 1 Euro kaufen. Wir wissen alle, dass das falsch ist. Und solange wir trotzdem so ein Leben weiter leben, können wir nicht behaupten, stolz auf den Menschen zu sein, der wir sind.

Die Erde gehört uns nicht. Wir sollten ein bisschen dankbarer sein. Und aufhören, ihr wehzutun. Und ja, das alles ist schon tausendmal gesagt worden, aber wenn ein 12-Jähriges Mädchen das sagen muss, damit mal irgendwer zuhört, dann ist es an der Zeit, es besser zu machen. Endlich mal seinen faulen Arsch hochzukriegen und aufhören, zu behaupten, es sei zu spät.

Ja, es ist zu spät, um das, was geschehen ist, wieder in Ordnung zu bringen. Die Tiere sind tot. Die Bäume sind gefällt. Die Kinder sind verhungert. Aber das sollte kein Grund sein, nichts zu tun. Nein. Denn genau das ist der Grund, etwas zu tun. Damit das nicht mehr passiert.

flugunfaehig. Danke, wirklich.

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5 Kommentare leave one →
  1. 4. März 2011 11:57 am

    ich finde es großartig, wenn man sich gedanken macht. ich finde es großartig, wenn man versucht, bewusst zu leben. ich finde es großartig, ideale zu haben.
    leider halten nicht alle ideale der realität stand. der kaffee, von dem ich weiß, woher er kommt, kostet meist doppelt soviel wie die hausmarke von aldi. und bei vielen reicht das geld eben nur für aldi.
    das licht aber kann man ausschalten, da hast du recht. der dvd-player muss nicht auf standby stehen, den kühlschrank kann man schließen, während man sich sein brot schmiert, das wasser abstellen, während man sich die zähne putzt.
    das reicht noch lange nicht, um „stolz“ auf sich sein zu können – m.m.n. könnte man das aber genauso wenig, wenn man dazu noch den fairen kaffee statt dem billigen kaufte – aber darum geht es ja auch nicht. es geht darum, innerhalb seiner möglichkeiten zu tun, was man kann. mal seine eigene bequemlichkeit zurückstellen. einfach mal nicht nur an sich und den mikrokosmos, in dem man sich befindet, denken, sondern auch an den rest der welt. dann ist es eigentlich ganz einfach.

    • 4. März 2011 2:42 pm

      Ja, stimmt, das vergesse ich leider zu oft in meinem jugendlichen, verurteilenden Idealismus. 😉 Das, was ich schreibe, das gilt nur für mich und das sollte ich auch so sagen und nicht gleich alle, die den DVD-Player doch anlassen, zu schlechten Menschen erklären. Das ist wirklich dumm… Aber das alles ist mir so wichtig, wirklich wichtig und wenn etwas das ist, dann werde ich manchmal ein bisschen blöd. :/ Was du sagst, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu handeln, das stimmt, so sehe ich das auch. Natürlich wäre es schön, wenn alles sich absolut richtig verhalten könnten, aber… tja, so ist das Leben nicht, ich habe noch eine Menge zu lernen… Und dann stimmt es, was du sagst: Solange man tut, was man kann, ist es in Ordnung. Danke.

  2. gedankenspielerin permalink
    4. März 2011 1:54 pm

    Toller Text danke, dass du es nochmals ausgesprochen hast! (:

  3. 4. März 2011 5:19 pm

    Vielen Dank für den tollen Artikel und für das Aufgreifen des Videos! (Ich werde dazu auch noch einen ausführlicheren Artikel schreiben, hatte gestern nicht genug Zeit.)

  4. 9. März 2011 6:59 pm

    Bewahre Dir Deinen Idealismus und Deinen Wunsch, alles, was in Deiner Macht liegt, ein bisschen besser zu machen als die Generationen vor Dir – dann besteht durchaus noch Hofbnung für die Generationen nach Dir 🙂

    Das Video ist gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend – weil das, was sie sagt, derzeit immer noch in die Kategorie „ewig gültige Wahrheiten“ zu fallen scheint. Doch mir springt auch die Tatsache ins Auge, dass sie ihre Rede vor weitgehend leeren Zuschauerrängen hält. Auch hierin scheint eine „ewig gültige Wahrheit“ zu liegen – schaut man sich beispielsweise Bundestagsdebatten an, sind auch dort die Zuschauerränge oft um so leerer, je dramatischer die Konsequenzen der zur Debatte stehenden Gesetzesänderung insbesondere für die schwächsten der Gesellschaft (die sowieso keine Lobby haben und kaum noch wählen gehen) sind. Hartz-IV-Empfänger, Minijobber, Aufstocker, Zivildienstleistende, Bafög-Empfänger – all diese Menschen haben kaum die Möglichkeit, politisch korrekt einzukaufen und durch Konsumentendruck eine substanzielle Änderung zu bewirken. Solange es Menschen gibt, die aus wirtschaftlichen Gründen ihre Hosen, Pullis, T-Shirts beispielsweise bei Verona Pooths liebstem Textildiscounter kaufen müssen, wird sich in deren Zuliefererkette auch kaum etwas ändern.

    Wir können die Welt leider nicht von heute auf morgen zu dem Ort machen, der sie eigentlich sein sollte. Dennoch sollten wir uns auch von niemandem einreden lassen, dass wir gar nichts daran ändern und die Welt nie zu diesem Ort machen könnten.

    Ein frustrierender, aber auch guter Ansatzpunkt ist das „Schwarzbuch Markenfirmen“. Für nahezu jede Branche werden die üblichen aber ethisch eben nicht wirklich vertretbaren Standard-Verhaltensweisen am Beispiel der Marktführer aufgezeigt. Als To-Do-Liste für Verbraucher, die durch stetigen Konsumentendruck etwas ändern wollen, reicht dieses Buch für ein paar Jahre.

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