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Zu viele Tage.

15. April 2011


via

Was ich sagen will, sagt man eigentlich nicht. Obwohl man es schon sagen sollte. Sagen sollen könnte. Das meiste zumindest. Alles sollte man sagen können. Man sollte jemanden haben, dem man alles sagen kann. Wenigstens. Einfach alles. Auch die seltsamen Dinge in seinem Kopf, auch diese Sache, die einen morgens, 5 Minuten bevor man aus dem Haus muss, auf den Küchenboden sinken lassen und einen so erschüttern, dass man nur noch merkt, wie man den Mund öffnet und beginnt, zu schreien. Dinge, die einem mitten im Unterricht die Tränen in die Augen treiben. Dinge, die einen daran hindern, eine gute Freundin zu sein. Dinge, von denen einem immer schlecht ist, den ganzen Tag. Dinge, die einen daran erinnern, wie es damals war, als einem auch immer übel war, aber aus anderen Gründen. Damals, als man kotzen wollte, sich einfach nur übergeben wollte, weil man so wütend war, so verdammt wütend. So wütend, dass man keine Luft bekommen hat. Vielleicht ist das jetzt auch wieder Wut? Ich weiß es nicht. Andere Wut. Traurige Wut, müde Wut, erschöpfte Wut. Sowas gibt es bestimmt auch. Ich möchte jemanden haben, dem es egal ist, was ich sage oder tue, der auf alles gefasst ist und der mich nicht anschreit, der nicht genervt ist von mir. Ich habe Angst. Ich bin müde. Mir ist schlecht. Ich bin traurig. Und seit Wochen, seit Monaten, eigentlich schon seit einem Jahr, geht es um nichts anderes bei mir. Und es wird nicht besser. Es wird einfach nicht besser. Und ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Und jetzt hört es plötzlich auf – es ist mir nicht mehr egal. Ich will das nicht zurück. Ich will zurück in die Tage voller dumpfem Schmerzen ind undefinierbarer Verwirrung. Ich halte die Realität nicht aus. Ich kann nicht. Ich brauche Hilfe. Und es gibt keine mehr. Niemand will mehr.

flugunfaehig

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2 Kommentare leave one →
  1. 16. April 2011 8:19 am

    Ich würde dir so gerne helfen, aber ich weiß nicht, was ich tun kann, um dir zu helfen.

  2. Namenslos permalink
    24. Mai 2011 7:34 pm

    „Traurige Wut, müde Wut, erschöpfte Wut. Sowas gibt es bestimmt auch.“

    Ja… Wut mit Trauer und müder Erschöpfung vermischt. Die gibts…

    Man kann sich nur sich selbst am besten helfen. Man sollte von den anderen nichts erwarten, die sind auch nur Menschen mit ihren Schwächen, die mit ihren Problemen viel zu tun haben. So sehr ich meiner Freundin zuhöre, wenn sie Probleme mit ihrem Exfreund hat, und ihr versuche Ratschläge zu geben, so sehr werde ich auch müde und erschöpft und irgendwann will man das einfach nicht mehr hören, weil es schon zu viel geworden ist. Man soll nicht nur sich, sondern auch die anderen nicht überlasten.

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