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Für nichts lohnt es sich eben nicht, zu leben.

16. April 2011

Es ist Samstagmorgen. Ich habe ein bisschen aufgeräumt, eine Folge Gilmore Girls geschaut und mir ist so schrecklich langweilig, dass ich vermutlich jeden Moment explodieren werde. Und ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Ich glaube, ich kann nicht mehr wirklich weiter kommen. Ich habe keine Optionen mehr. Das ist alles, was ich erreichen kann. Ein langweiliges, unbedeutendes, unwichtiges Leben. Und ständig muss ich mir anhören, ich will es nicht genug, ich versuche es nicht genug, aber… ich kann es nicht mehr wollen, ich versuche es und es ändert sich nichts. Gar nichts. Und es wird sich auch nie was ändern. Denn vielleicht lag ich falsch. Vielleicht stimmt dieses… nichts bleibt wie es ist gar nicht. Denn soll ich euch mal was sagen? Es ist seit 1 1/2 Jahren alles genau gleich geblieben. Nichts hat sich verändert. Nichts ist anders geworden. Gar nichts. Ich fühle mich beschissen. Ich fühle mich leer. Nichts wird sich ändern. Warum soll ich dann noch weitermachen? Mir sagen, es würde schon wedren, wenn es einfach nicht wird. Wenn man sein Leben nicht lebt, dann ist es egal, ob man stirbt. Punkt. Und das ist kein Leben. Das wird niemals eines werden. Ich will mich nicht. Und sonst will mich auch niemand. Also… meine Existenz ist vollkommen unberechtigt. Warum lasse ich mir immer wieder sagen, „das wird schon“ wenn meine Erfahrung doch zeigt, dass es nicht wird? Das gar nichts wird. Es ist Samstagmorgen und ich sitze rum und habe keine Lust mehr. Und ich lasse mir deswegen kein schlechtes Gewissen mehr machen. Es dauert zu lange. Es dauert viel zu lange. Und eigentlich wollte ich ja bloß den nächsten Tag überstehen, diesen Tag, aber warum? Wozu denn? Mal im Ernst, wie lächerlich bin ich denn? Das einzige, was mich hier hält ist die neue Glee Folge. Klar, ich sage immer, dass ist okay und so ist mein Leben immer, aber ehrlich gesagt… das kann doch nicht alles sein! Das kann doch nicht für immer alles bleiben. Ist das denn mein Ernst? Ist das nicht bloß eine Lüge, weil ich Angst habe, zu sagen, wie es ist? Es ist nämlich so: Ich habe nichts. Und für nichts lohnt es sich eben nicht, zu leben.

flungunfaehig

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12 Kommentare leave one →
  1. esaia permalink
    16. April 2011 10:51 am

    Liebe Fee,
    dass was du da schreibst macht mich ziemlich traurig, weil du so verzweifelt bist . Hast du schon einmal überlegt mit einer Psychologin/mit einem Psychologen zu sprechen? Nicht für andere – nur für dich selbst. Damit es dir besser geht und dich deine Gedanken nicht weiter auffressen. Ich kann auch nicht einschätzen, in wie weit du das, was du hier schreibst, ernst meinst oder eben auch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es gut tut, sich über diesen Weg des Bloggens irgendwie mitzuteilen.

  2. 16. April 2011 12:37 pm

    Das klingt in meinen Ohren schon sehr, sehr suizidgefährdet – und ich schließe mich deswegen Cathi an: Such dir Hilfe. Ich weiß, dass du in der Richtung schonmal was gemacht hast, weiß aber nicht, wie weit das gegangen ist – vielleicht kann dir eine andere Psychologin oder ein anderer Psychologe ja auch besser helfen als der/die, den/die du bisher hattest.

  3. st4rbucks permalink
    16. April 2011 3:52 pm

    Reden. Magst Du? Ich weiß, wovon Du sprichst.

    • 16. April 2011 4:03 pm

      Eigentlich ja, aber wozu… Danke, jeden Falls. Wie erreichte ich dich denn?

      • st4rbucks permalink
        16. April 2011 4:04 pm

        Siehe Twitter DM

  4. 17. April 2011 3:07 am

    Für Dich.

  5. nur ein jemand permalink
    17. April 2011 9:47 am

    „Unsere Gedanken schwimmen glücklich wie kleine Goldfische, und dann bewegt sich das Wasser plötzlich, und von draußen kommt ein großer Hai. Und übernimmt das Denken.“

    . vielleicht sind es die kleinen dinge an denen du dich festhalten musst.
    . ohne das komisch zu finden oder gar merkwürdig. seltsam.
    . vielleicht ist es die sonne aus der du kraft schöpfen solltest.
    . und du musst lernen, dass es menschen gibt die scheinbar nichts haben was sie hält – nicht mal glee. und dann musst du das schätzen, als ein glück – dass du glee hast. dass es dich hält.

    wenn ich sage wir waren alle schon mal an diesem punkt,
    dann klinge ich so,
    wie all die leute die ich gehasst habe
    als ich an diesem punkt war…

    aber wir waren da wirklich alle schon einmal…

    und es ist nicht leicht.
    es ist ganz und gar nicht leicht.

    aber man sagt,
    wenn du durch die hölle gehst
    dann ist die einzige chance da rauszukommen
    weiterzugehen.
    und da ist was wahres dran, findest du nicht?

    mach dir jeden abend vorm schlafen gehen eine liste.
    mit 5 punkten.
    5 dinge die du am nächsten tag tun „musst“.

    und schreib dinge drauf wie
    „einen fremden anlächeln“
    oder
    „etwas essen was ich noch nie gegessen habe“.
    schreib da dringe drauf wie
    „ein foto machen und es auf meinem blog posten“
    oder
    „mein liebstes lieblingszitat auf einen zettel schreiben und irgendwo liegen lassen, damit es jemand findet“.

    Das Leben scheint immer so „groß“ und so „unübersichtlich“,
    aber lass dir von mir sagen
    es sind die kleinen dinge aus denen sich das leben zusammensetzt…
    die du zu schätzen wissen musst…
    nur dann,
    findet sich der sinn dahinter…
    vielleicht.

    und manchmal,
    so gemein und dumm und unfair das auch klingt…
    manchmal muss man die negative energie die man hat,
    die gedanken von „es bringt doch nichts“ bis hin zu „niemand liebt mich“
    – manchmal muss man die energie die man dazu aufbringt um so zu denken
    umkehren…
    in positive gedanken…
    wie
    „mich gibt es gottverdammt nur einmal“
    und
    „das wird schon stimmen so“.

    wenn du reden magst,
    meine emailadresse hast du ja jetzt…

    und um mit gleeworten zu enden…
    wie singen sie doch so schön?

    What can you do when your good isn’t good enough?
    And all that you touch tumbles down
    Cause my best intentions keep making a mess of things,
    I just wanna fix it somehow!
    But how many times will it take?
    But how many times will it take for me…
    to get it right?

    vielleicht musst man es nur noch einmal mehr versuchen..
    oder zweimal…
    und wäre es nicht schade,
    wenn du es genau jetzt lassen würdest…?

    .ich.

  6. Anna permalink
    17. April 2011 11:30 am

    Liebe Fremde,
    es tu mir weh, zu lesen und mich wiederzuerkennen. Ich kann dir auch sagen, das es besser werden würde. Aber wie du weißt, ist das nicht ganz richtig. Es ist allein mindestens deshalb eine Lüge, weil ich dein Leben nicht kenne und es blind wäre, und vermessen, wenn ich glaubte, etwas über deine Zukunft sagen zu können.
    Aber ich kann dir sagen, dass ich da war, wo du warst, jahrelang. Und ich kann dir auch sagen, dass es niemals ganz vorbei sein wird. Denn auch wenn es mittlerweile Tage gibt, an denen ich wenigstens einen Moment lang so etwas wie glücklich bin, gibt es diese leere Zeiten noch immer. In denen ich schmerzhaft deutlich merke, dass ich nicht in diese Welt passe. Und das vermutlich auch niemals werde. Ich habe mich lange genug gehasst, bin lange genug an mir verzweifelt, um zu glauben, genügend Gründe dafür zu kennen, warum ich nicht wirklich in diese Welt gehöre. Das Gefühl, ununterbrochen nur zu suchen und niemals anzukommen. Das Gefühl, fremd zu sein, egal wohin man geht. Das Gefühl, dass es keine Wege mehr gibt, selbst wenn man wüsste, wohin sie führen sollten. Die Stille, die Leere vor und nach den Tränen. Das Nichts das unaufhaltsam das Leben übernimmt. Die Unmöglichkeit, die Auswegslosigkeit, wenn es keinen Grund zum Hoffen mehr gibt. Wenn Reden nichts mehr nützt.
    Aber in seltenen Momenten kann ich nun, nach langer Zeit wieder lächeln, ohne dass es anstrengend ist. Ohne Lügen. Ohne mich Verstecken zu müssen. Natürlich gibt es auch genügend andere Tage. In denen ich keinen einzelnen Blick auf mir ertrage. Aber ich will, dass du weißt, auch wenn du es mir nicht glauben wirst, dass es tatsächlich ein Leben danach gibt. Wenn all das vorbei ist. Niemals wirklich vorbei, natürlich.
    Aber das, was jetzt ist, das, was so auswegslos erscheint muss nicht für immer bleiben.
    Ich weiß es, ich habe das Glück gesehen. Nur ganz kurz, und es entgleitet mir immer wieder. Dann kommen wieder die Erinnerungen. Die Tränen. Die Leere. Diese Stille, die einen so grausam hart von der ganzen Welt trennt, bis keine Verbindung mehr bleibt.
    Aber du darfst nicht aufgeben. Ich weiß, das ist etwas großes, von jemandem zu fordern, wenn das Leben nicht wirklich ein Leben ist.
    Ich konnte erst wieder anfangen zu kämpfen, als ich eines Morgens plötzlich in Tränen aufgelöst war. Und voller Angst. Aber es war eine andere Angst gewesen, als die allgegenwärtige. Eines Morgens hatte ich so unfassbare Angst vor dem Tod. Erst da wusste ich, das mir doch noch etwas am Leben liegt.
    Ich hoffe, dass du irgendwann etwas findest, dass dich daran erinnert, dass es noch ein Leben gibt. Und das es besser werden kann. Ich weiß nicht, wie man dahin kommt. Ich bin noch lange nicht da. Aber es gibt wirklich, eine Zeit nach dem allen hier.
    Der Kampf ist anstrengend. Auslaugend. Und so oft steht man wieder da und es geht nicht weiter. Weil einfach nichts mehr geht. Weil keine Kraft und kein Sinn mehr da ist.
    Aber bitte glaube mir, dass es diese kurzen Momente des Glückes noch gibt.
    Es gibt sie, und irgendwann wirst du sie wieder sehen können.
    Ich wünsche dir alles Beste,
    du bist nicht allein.
    Anna.

  7. 17. April 2011 2:43 pm

    Liebe Fee,
    es tut mir wirklich Leid, wie du dich fühlst und ich kann nicht annähernd nachempfinden, was in dir vorgehen mag. Ich würde dir so gerne helfen, aber ich weiß einfach nicht, WAS dir helfen kann und wird. Ich rate dir auf jeden Fall, dass du dir Hilfe suchst. Dafür muss man sich nicht schämen, es ist einfach ein Versuch der Bewältigung. Ein Versuch, dass du eines Tages zufriedener sein wirst und vor allem.. glücklich. Ich wünsche es dir so sehr, es macht mich traurig zu lesen, wie schlecht es dir geht. Wenn du Hilfe brauchst, dann melde dich. Du weißt, wie du mich finden kannst.

    Lisa

  8. Namenslos permalink
    24. Mai 2011 7:42 pm

    Den Sinn der eigenen Existenz auf vergängliche Dinge aufzubauen ist nicht richtig und unlogisch, weswegen viele, viele Menschen unglücklich sind. Der Sinn des Lebens liegt nicht an der Vergänglichkeit, wie z.B. dem Parter oder dem Job. Menschen kommen und gehen, der wahre Sinn aber bleibt, aber viele betiteln jemanden oder etwas als Sinn, der/was nicht Sinn ist.

  9. alfexpert permalink
    14. Juli 2011 11:10 pm

    Ein Psychologe kann keine glaubhafte Antwort geben, da er in erster Linie Geld verdienen will und auch muß, da er davon lebt.
    Diese Leute sagen außerdem immer das gleiche, das sie irgendwo für ihre Ausbildung gelernt haben (wir sind für andere da……, wir haben Aufgaben….. (von wem?), wenn wir alle Anforderungen erfüllen, dann haben wir „ein erfülltes Leben“ etc…..)

    Wie kann uns ein Mensch, der sich selbst nicht sicher ist, eine glaubhafte Antwort geben???
    Das Wissen eines Psychologen kann nur auf den ersten Schein beeindrucken, da Dinge erzählt werden, die wir nicht gelernt haben und daher für einen Unwissenden automatisch immer faszinierend wirken, vor allem wenn die Rhetorik stimmt.

    Wenn sich das Leben in Nichts auflöst, dann ist es zumindest für uns sinnlos gewesen, ganz gleich ob es ein erfülltes Leben war oder nicht, da es uns nicht mehr gibt.

    In erster Linie hat das Leben für den einen Sinn, der es erfunden und geschaffen hat. Der Mensch hat sein Leben zumindest nicht selbst gemacht und das Leben auch nicht erdacht.
    Wir müssten das Motiv kennen, warum das Leben gemacht worden ist, dann könnte man auch den Sinn daraus entnehmen.

    Das Leben hat sicher einen Sinn, nur für wen ???? (Es gibt hier zwei Parteien).
    In erster Linie für uns oder für den, der das Leben erdacht und erschaffen hat????

    Wenn es in erster Linie für den einen Sinn hat, der es erschaffen hat, dann bleibt nur noch die Frage, inwieweit wir an diesem Sinn eine Teilhabe finden können. Dürfen wir uns mitfreuen, dass wir gelebt haben, oder ist die Freude nur auf der Seite des Konstrukteurs und Zuschauers??????

    Andererseits, kann man sich über diese Welt insgesamt freuen?????? Wohl kaum!!!!!
    Irgendwie fehlt uns hier ein Glied in der Informationskette, weshalb wir immer rätseln und rätseln und suchen und suchen.
    Jede Religion ist ein Suchprogramm, abgestimmt auf die Kultur des jeweiligen Volkes.
    Es wird hier manches versprochen, aber wer hat sich das ausgedacht???????????
    („1000 Jungfrauen für einen Märtyrertod“ ist wohl nur für Männer gedacht; Frauen gehen hier offenbar leer aus…………………oder?????) Auferstehung am „Jüngsten Tag“, so lange kann und will ich nicht warten, vor allem ist das voll langweilig und es nagt wieder die Ungewißheit ob es klappen wird oder nicht!!!!!!!!!!!!

    Wo ist die Antwort????????
    „Dein Glaube hat Dir geholfen“ ist eine sehr gute Sache, aber was ist wenn man keinem mehr glauben und vertrauen kann, da man schon laufend enttäuscht worden ist und auch künftig nichts anderes von der Menschheit erwarten kann.

    Wo ist die Anwort?????????

  10. Mara permalink
    17. September 2011 4:03 am

    Ich weiß nicht, wie es dir jetzt geht, aber wenn du dich aufgegeben hättest, würdest du dies nicht schreiben und veröffentlichen. Solange du dich mitteilst, willst du leben.

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