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Sie wartet.

6. August 2011

via

Eine Ernüchterung verfälschte und verblaßte mir die gewohnten Gefühle und Freuden, der Garten war ohne Duft, der Wald lockte nicht, die Welt stand um mich her wie ein Ausverkauf alter Sachen, fad und reizlos, die Bücher waren Papier, die Musik war ein Geräusch. So fällt um einen herbstlichen Baum her das Laub, er fühlt es nicht, Regen rinnt an ihm herab, oder Sonne, oder Frost, und in ihm zieht das Leben sich langsam ins Engste und Innerste zurück. Er stirbt nicht. Er wartet.

– Hermann Hesse aus „Demian“ –

flugunfaehig

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One Comment leave one →
  1. maybeweforgot permalink
    7. August 2011 2:57 pm

    Das Bild ist umwerfend, genauso wie das Zitat.

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