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Pretty Little Liars.

9. September 2011

[Ein zweiter, vollkommen subjektiver und im Fanwahn geschriebener Recap. Have fun. Und wenn ihr den nicht hattet, sagt es mir bitte.]

Vor einem Jahr noch bildeten vier Freundinnen mit einem weiteren Mädchen – Alison DiLaurentis – die In-Clique der Schule. Genau genommen waren die vier vor allem durch Alison in der Schulhierarchie aufgestiegen. Doch dann verschwand Alison unvermittelt von einem gemeinsam verbrachten Abend – und blieb verschwunden. Die vier Mädchen verloren sich über die folgenden Ferien aus den Augen – auch, weil ein gewaltiges Geheimnis (und viele kleinere) auf ihnen lastete. Mittlerweile haben sich die vier mit ihrem neuen, unabhängigen Leben arrangiert. Unvermittelt erhalten sie jedoch Nachrichten per eMail und SMS von A. – die alle ihre Geheimnisse, alte wie neue, zu kennen scheint. via

Es gibt Serien, da bedauert man es, sie nicht von Anfang an verfolgt zu haben, nicht von ihnen gewusst zu haben. Pretty Little Liars ist eine davon. Das Gefühl, auf etwas gewartet zu haben, und zwar viel zu lange, ist in diesem Fall nicht mal das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass man die atemlosen, gruseligen und grandiosen Momente nach der aktuellen Folge verpasst hat, das einwöchige Zittern, die sicher sehr wilden Theorien auf tumblr und Twitter, dass man nicht unter Strom stand, wenn man den PC hoch fuhr und die neue Folge startete. Denn das wäre bei Pretty Little Liars vermutlich wirklich fabelhaft gewesen.

Obwohl ich das sehr bedauere, kann ich sagen, dass Pretty Little Liars ein absolutes Serienhighlight ist. Zumindest für alle, die sich mit diesen Teenie-Serien identifizieren können und wollen. Vor allem für die, würde ich sagen. Denn das Schöne ist, dass man nicht das Gefühl hat, man begleitet 16-Jährige – und dennoch ist die Aufmachung (alle, die es zu schätzen wissen, wenn von den Schuhen bis zum Augen Make Up alles passt, sind perfekt hier aufgehoben, es ist so wunderhübsch anzusehen), die Storylines und all das trotzdem so, dass perfekt in diese Sparte passt. Man ist nicht gelangweilt, man muss sich aber auch auf nichts neues einlassen. Deswegen fiel es mir wohl so leicht, Pretty Little Liars von der erste Episode an, zu mögen und recht schnell die erste Staffel fertig zu sehen.
Ein weiterer Grund dafür, dass ich nie ernsthaft an der Serie zweifeln musste ist, dass jeder einzelne Charakter gelungen ist. (Vielleicht konnte auch gar nicht zweifeln, weil sie zu wenig Fläche und Tiefe dafür bieten, was man furchtbar schlecht finden kann oder einfach genießt, wie ich es getan habe. Ich möchte damit natürlich nicht sagen, dass die Serie dumm ist – denn das ist sie nicht. Vom künstlerischen Standpunkt her ist sie einfach nur nicht sehr aufregend.) Man mag sicher nicht jede Figur gleich gerne, aber es ist zumindest theoretisch möglich, für jeden außerordentliche Sympathien zu entwickeln und sich in ihn hineinzuversetzen. Das gelingt einem auch bei so gut wie allen Nebencharakteren, mögen sie noch so unwichtig erscheinen, man ist einfach ganz schnell sehr interessiert an ihrem Glück und an dem Wissen darüber, warum sie es nicht haben.
Die vier Mädchen, die man kennenlernt, sind… tolle Mädchen. Ein wundervoller, passender, guter Cast. Menschen, mit denen man gerne befreundet wäre, die vielleicht genau das richtige Maß an Neid hervorrufen um sie interessant zu finden. (Nicht zu viel, denn da bin ich persönlich sehr schnell mit abzuschrecken. Wenn ich zu sehr will, was eine fiktive Person hat, dann fange ich an, sie wie eine Wahnsinnige zu hasse. Das blieb hier auch aus.)

Hanna ist so lieb und einfach eine unglaublich gute Freundin, man muss sie in sein Herz schließen und man muss sich wünschen, dass sie glücklich wird und es nicht so schwer hat. (Außerdem ist sie Teil meines liebsten Pairings. Hach.) Emily ist für mich persönlich interessant gewesen, da man schon nach den ersten Folgen feststellt, dass sie lesbisch ist und ihre Probleme damit, meiner Meinung nach, sehr realistisch dargestellt sind und ich ihren Umgang damit für absolut beispiellos halte. Sie hat einen tollen Musikgeschmack und man hat immer so ein bisschen das Gefühl, sie versteht die Zusammenhänge besser, auf eine andere Weise und das fand ich sehr, sehr erfrischend. Aria ist, für mich, am uninteressantesten. Sie ist schön, nett, alle liebe sie und so richtig auf die Fresse fliegt sie auch nicht – was okay ist, denn das kann nun mal nicht jeder, das will ich auch nicht, aber Arias Storys finde ich ein wenig zu ausgelutscht. Lehrer/Schüler Liebschaftsdrama und Familienprobleme? Nein, das hatte ich einfach schon zur Genüge, befürchte ich. (Auch wenn ich sehr in Lucy Hale verliebt bin.) Man kann Aria aber trotz allem nicht wirklich hassen, was mich etwas… verstört hat, denn ich kann das eigentlich ziemlich gut und brauche dafür gar nicht viele Gründe. Nun… Und dann ist da noch Spencer. Spencer, my love. [Hysterisches Fangirl-Gekreische] Sie ist eine Göttin. Ich liebe sie. Das Fabelhafte an Spencer ist, dass einem gar nicht auffällt, wie großartig sie ist und dann sitzt man da und denkt: Wow. Just perfection. (Und das bezieht sich nicht nur auf ihren Kleiderschrank…) Spencer Geschichte ist wichtig, spannend, nervenaufreibend, von zentraler Bedeutung und so gut gemacht. Ich, ja, ich liebe sie einfach und das wird niemand mehr ändern können! Und wenn ich die Serie nur noch schauen sollte, um sie anzuhimmeln.

Doch natürlich ist auch nicht alles an Pretty Little Liars perfekt. Das war vermutlich klar, wenn ich schon sagte, dass es eine recht typische Teenie-Serie ist, von der Gestaltung und… Erzählweise (?) her. Teilweise ist es einfach so, dass die Geschichten unglaublich unrealistisch für das Leben von Teenagern sind. Aber sowas ist man ja gewohnt… Gossip Girl, One Tree Hill und co. sind ja nicht anders aufgebaut, also kann man darüber hinwegkommen. Man kommt auch nicht ernsthaft dazu, darüber nachzudenken, wenn man die Serie mag und während man sie schaut. (Und ich habe Gossip Girl nicht als Beispiel angebracht, weil sie sich sehr ähneln, nein, es ist trotz allem eine andere Serie und alle, die Gossip Girl nicht so prickelnd fanden, können sich hier eigentlich sicher sein, denn die nervigen Sachen an Gossip Girl sind fast nicht da, meiner Meinung nach.)
Mir fiel es nur im Nachhinein auf. Denn: Manchmal erschien mir alles etwas… zusammenhanglos. Keine guten Übergänge, nicht immer nachvollziehbar, das war dem Realitätsempfinden dann doch etwas abträglich, warum man jetzt den einen oder den anderen Handlungsstrang verfolgt hat, solche Fragen stellen sich im Rückblick. Ein weiteres Problem beim „Mitkommen“ ist, so doof das jetzt klingt: Alle Männer sehen ähnlich aus. Ich saß teilweise da und dachte: Wer ist das? Heul. Hilfe? Aber nach einiger Zeit hat man die Sachen dann auch wieder raus. (Es wird wohl auch daran liegen, dass ich es online sah und die Qualität manchmal wirklich zum Zusammenbrechen schlecht war.)

Natürlich würde ich auch an dieser Stelle auch gerne etwas über A. erzählen. Oder Alison. Darüber, dass, ach, wie schön ist, von Spannung und Abneigung gegenüber einem Charkter getrieben zu sein und viel zu sehr damit beschäftigt zu sein, um ihn ehrlich zu hassen. Über die Dinge, die mal mehr und mal weniger Herzklopfen verursacht haben, aus den unterschiedlichsten Gründen, aber ich möchte eigentlich, dass ihr diese Serie alle selbst seht. Sie ist gut. Sie ist schön. Sie ist spannend genug, sie zieht sich nicht. Und erwähnte ich Spencer?!
Wenn ihr also denkt, ihr könntet Pretty Little Liars eigentlich mögen, wäre ich doch fast so weit, zu sagen, dass ihr es ganz bestimmt mögen werdet… Aber das lasse ich dann doch lieber und verweise ein letztes Mal auf die Brillanz von Spencer Hastings.

flugunfaehig

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3 Kommentare leave one →
  1. 11. September 2011 4:31 pm

    Um deine Frage zu beantworten: Mir hat dein Artikel Freude bereitet. Und er animiert mich, doch endlich mal die erste Staffel weiterzuschauen. PLL wird vermutlich nie eine meiner liebsten Serien, aber sie ist…hübsch anzusehen und einfach spannend. Und ich möchte natürlich gerne wissen, was sich damals wirklich mit Alison zugetragen hat.

  2. Lilah permalink
    13. September 2011 5:48 pm

    Zustimmung, wie sie vollkommener nicht sein könnte.
    Da die Serie (bisher) noch nicht auf Deutsch/im deutsche Tv erschienen ist, kennen sie relativ wenige, meine Freundinnen inbegriffen. Daher hat es mich enorm (!) gefreut, zu sehen, dass ich mit meiner Liebe zu ihr nicht alleine bin! Danke! Hast mich zum lächeln gebracht& ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen, was mich verwundert, da ich das eher selten tue. Spencer. Mehr muss ich dir ja nicht sagen.
    Was nicht zu vergessen ist: du bist 15 und hast einen unglaublich guten Stil. Habe auch ein wenig in deinen anderen Beiträgen gestöbert und bin ‚baff‘ – mit 15 konnte ich mich nicht so gut ausdrücken. Du findest Worte für Dinge, bei denen ich auch heute noch sprachlos bin. Wunderbar.
    Ich wünsche dir alles Gute& viel Kraft, um aus deinem ‚Loch‘ heraus zu kommen, liebe Fee. Wenn du das nicht schon bist.
    Lilah

Trackbacks

  1. Erste Eindrücke zu … “Pretty Little Liars”. | Aus der Sockenschublade

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