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Ich bin eine Frage, auf die es keine Antwort gibt.

26. Mai 2012

Ich bin eine Frage, auf die es keine Antwort gibt.

Immer das Gefühl, nicht das gesagt zu haben, was sie hören wollen und nicht das sagen können, was sie hören sollten. Damit sie das Richtige denken. Von mir. Dass sie mich so sehen, wie ich bin, dass ich sie in meine Realität einbinden kann, damit ich mir selber glauben kann, so zu sein wie ich mich fühle, so zu sein, wie meine, dass ich schon immer gewesen bin. Aber wie fühle ich mich denn? Schwach, unbeständig, ein Schluck Wasser in der Kurve. Es kann jeden Moment zu Ende sein, nicht, weil das Universum das so möchte oder mir, ihnen, ein dummer Fehler passiert, nein, weil ich eine endgültige Entscheidung treffe, weil ich eine endgültige Entscheidung treffe, bei der es endlich einmal egal sein wird, wie die anderen darauf reagieren.
Wenn ich morgens aufstehe, sind sie schon da, meistens noch bevor ich meine Augen öffne, sie sind da mit ihren Anforderungen, die ich nicht erfüllen kann, mit ihren Wünschen, die so lächlerlich und naiv sind, dass ich ihre Herzen brechen muss. Sie sind da und ich weiß, dass es meine Entscheidung ist, dass ich die Tür und meinen Kopf vor ihnen verschließen kann oder eben nicht, aber sie sind trotzdem da und manchmal drängen sie mich ein wenig zu früh auf die Straße, zu nah an den Abgrund, mit den Fußspitzen fast zu weit über die Kante. Vielleicht sind es auch gar nicht die anderen, vielleicht bin es ich, die ich mir alles Gute schlecht mache und alles Schlechte als einen wunderschönen, eindeutigen Beweis dafür, dass das der einzige Weg ist, auf den ich jemals einen Fuß setzen werde. Ich weiß es nicht. Ich weiß doch gar nichts.
Es ist diese ewige Ungewissheit, die mich wahnsinnig macht, die mich davon abhält, die Tür und meinen Kopf vor ihnen zu verschließen, die sie hereinbittet und mit Tränen in den Augen anbettelt, eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung über mein Leben und meinen Tod.

flugunfaehig

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3 Kommentare leave one →
  1. Nik permalink
    29. Mai 2012 3:08 pm

    Keep your head up, Fee. Keep your heart strong.

  2. annibloggt permalink
    30. Mai 2012 9:53 pm

    besser hätt ich`s nicht sagen können.
    das leben hat sosoo unglaublich viel zu bieten – lass all die wunderbaren dinge nicht einfach so an dir vorbei streichen, indem du dich weiter und weiter diesem sog aus verwirrtheit, zweifel und angst hingibst.
    deinen texten nach zu urteilen und dem nach, was man so zwischen den zeilen lesen kann, bist du ganz wunderbar – und ich denke, das weißt du `eigentlich` auch 😉
    also.. keep your head up and your heart wide open.

  3. kinderkram permalink
    1. Juni 2012 8:38 pm

    Keep passing the open windows.

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